5-Tipps-um-nichts-persönlich-zu-nehmen-puremindclub

So lernst du, Dinge nicht persönlich zu nehmen! Fühlst du dich manchmal von anderen persönlich angegriffen und nimmst dir die Dinge zu sehr zu Herzen? Ein Feedback vom Vorgesetzten, eine Kritik von Kollegen, eine komische Bemerkung von Nachbarn oder ein blöder Kommentar auf Instagram. Manchmal gehen die Worte einem näher als man denkt, obwohl die Äußerung vielleicht harmlos gemeint war. Manchmal weiß der Verstand sogar selbst, dass es harmlos gemeint war, aber das Herz spielt irgendwie nicht mit. Keine Sorge, es gibt bewährte, wissenschaftliche Strategien, um die eigene Resilienz zu stärken und gelassener auf solche Situationen zu reagieren! Hier sind 5 wirksame Tipps, um nicht alles persönlich zu nehmen!

Schritt 1: Woran erkenne ich, ob ich Dinge persönlich nehme?
Hier sind 5 Anzeichen dafür, dass du dich persönlich angegriffen fühlst:

  1. Du spielst die Kritik immer und immer wieder in deinem Kopf ab
  2. Du spürst, wie dein Körper warm und angespannt wird, wenn du an die Wörter denkst
  3. Dir sind Meinungen anderer sehr wichtig und du sorgst dich, dass sie negativ sein könnten
  4. Du sorgst dich, dass hinter den Worten der anderen ein Hintergedanke steckt
  5. Du ertappst dich dabei, dass du länger als nötig mit anderen Menschen über die Situation sprichst

Es ist wichtig zu erkennen, wann man zu sensibel reagiert und die Dinge zu persönlich nimmt. Nur so kannst du gesunde Grenzen und Beziehungen wahren. Da du jetzt die Anzeichen dafür kennst, ist es an der Zeit für Schritt 2: Zu lernen, wie du es schaffst, Dinge nicht persönlich zu nehmen.

Schritt 2: Wie lerne ich, Dinge nicht persönlich zu nehmen?
Hier sind 5 bewährte und wissenschaftlich-fundierte Strategien:

  1. 🙋‍♀️ Wer ist die Person, von der du dich angegriffen fühlst? Überlege, von wem die Kritik oder der blöde Kommentar kommt und in welcher Beziehung die Person zu dir steht. Wenn das Feedback von jemandem kommt, dem du vertraust, den du respektierst und der dich inspiriert, dann ist es vielleicht eine Überlegung wert. Wenn es jedoch von jemandem kommt, der dich nicht gut kennt, dann geht es bei der Äußerung wahrscheinlich eher um die Person selbst als um dich.
  2. 🐙 Übe deine emotionale Flexibilität: Gibt es nur einen Weg, diesen speziellen Kommentar aufzufassen oder kann er aus verschiedenen Perspektiven interpretiert werden? Jedes Mal, wenn du merkst, dass du etwas persönlich nimmst, versuche die Worte flexibler zu interpretieren. Dazu gehört, dass du alternative Erklärungen in Betracht ziehst und keine voreiligen Schlüsse ziehst. Die Offenheit für verschiedene Interpretationen kann verhindern, dass du Kommentare, die nicht persönlich gemeint waren, persönlich nimmst und lernst, unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen. Versuche diese Übung auch gerne als „Trockenübung“ bei Kommentaren und Äußerungen, durch die du dich gar nicht angegriffen fühlst. So lernst du Worte flexibler zu interpretieren und bist gewappnet, wenn es wirklich soweit ist.
  3. 🕗 Gib dir Zeit, bevor du reagierst: Anstatt sofort auf eine Situation zu reagieren, durch die du dich angegriffen fühlst, solltest du dir etwas Zeit lassen, um die Gegebenheiten zu verarbeiten. Das kann dabei helfen, reflexartige Reaktionen zu vermeiden und dir Raum zu geben, um rationalere Antworten in Betracht zu ziehen oder zu erkennen, dass die Situation vielleicht gar nicht so persönlich ist, wie sie zunächst schien. Häufig hilft es auch, wenn du ein bis zwei tiefe Atemzüge machst und ggf. dabei die Augen schließt. So unterstützt du dein Nervensystem, sich zu entspannen, und handelst weniger impulsiv bzw. denkst weniger emotionsgeladen.
  4. 🚀 Stärke dein Selbstbewusstsein: Ein geringes Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass du Dinge eher persönlich nimmst. Denn wenn wir bereits unsicher sind, projizieren wir diese Gefühle leicht auf andere und nehmen schneller an, dass sie über uns urteilen. Wenn du daran arbeitest, dein Selbstvertrauen zu stärken, kannst du ein „dickeres Fell“ aufbauen und Kritik oder vermeintliche Kränkungen besser verkraften. Über dieses Thema habe ich bereits einen Blogartikel geschrieben, der dir durch 6 einfache Tipps hilft, dein Selbstbewusstsein zu stärken.
  5. 🔎 Welche Faktoren beeinflussen deine Gefühlslage? Überlege einmal, ob es zurzeit andere Faktoren gibt, die deine Gefühlslage beeinflussen. Es klingt banal, aber häufig haben ein Mangel an Schlaf, erhöhter Stress oder ein starkes Hungergefühl eine hohe Wirkung auf deine Stimmung. Wer kennt es nicht? Man wird leichthäutig und reagiert gereizt und am Ende lag es einfach nur daran, dass man hungrig war. Schauen wir uns die Auswirkung genauer an: Schlafmangel kann die Fähigkeit einer Person, effektiv zu kommunizieren, erheblich beeinträchtigen und es wahrscheinlicher machen, dass sie die Bedeutung der Worte oder Handlungen anderer falsch interpretiert. Und Stress wirkt sich auf die emotionale Reaktionsfähigkeit einer Person aus und macht es wahrscheinlicher, dass sie Dinge persönlich nimmt, auf die sie sonst vielleicht nicht so empfindlich reagiert hätte. Stress erschwert zudem die Fähigkeit, objektiv über Dinge nachzudenken.

Und jetzt bist du dran: Der erste Schritt in die richtige Richtung ist gemacht. Du weißt, wenn dein Geist und Körper sich etwas zu Herzen nehmen und kennst passende Tools, um dagegen anzugehen. Versuche dich für den Anfang langsam heranzutasten und mache so oft wie du möchtest (und kannst) diese Übung. Das Gute daran ist: Es dauert nur ein paar Minuten um eine einzelne Übung zu absolvieren. Sei nicht zu streng mit dir, falls es mal nicht klappt. Das Wichtigste ist weiter zu machen, dass du kontinuierlich übst und dir diese 5 Strategien in den Kopf rufst.

Kommentiere, welchen Tipp du am besten findest und welche Challenge du dir als erstes setzen wirst. 🙂